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Das aktuelle Heft:
Die Frühlings-Ausgabe ist erschienen.
Das Titelbild zeigt dieses Mal das denkmalgeschützte Naturparkzentrum Haus Püllen in Wachtendonk. Der Autor Paul Wietzorek beschäftigt sich mit dem Gebäude und den dort angebotenen Aktivitäten.
1997 zum Naturparkzentrum umfunktioniert verfügt Haus Püllen über einen Medienraum für eine Ton-Dia-Schau zur Entwicklungsgeschichte des Naturparks, zwei Seminarräume für Fortbildung, Sitzungen, Besprechungen oder Unterricht, sowie eine Dauerausstellung, in der die Erdgeschichte des Naturparks, die Entstehung der Kulturlandschaft, die Beeinflussung von Natur und Landschaft durch den Menschen und Umweltprobleme thematisiert werden. Darüber hinaus finden dort ganzjährig Wechselausstellungen zu Natur, Landschaft, Kultur und Geschichte statt. Zusätzlich bietet das Naturparkzentrum Aktivitäten wie Führungen, Naturparktage, eine Pflanzentauschbörse, geführte Wanderungen und Vorträge zu Natur und Landschaft an. Außerdem beherbergt Haus Püllen das Büro für Kultur und Touristik der Gemeinde Wachtendonk. Besuchern steht Haus Püllen an der Feldstraße 35 von dienstags bis sonntags jeweils von 9 bis 12.30 und 13 bis 17 Uhr offen, der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02836 919900 oder im Internet unter www.naturparkschwalm-nette.de.
Im nächsten Artikel beschäftigt sich Paul Wietzorek anlässlich dessen 375. Todestags mit dem Priester, Dichter und Vorkämpfer gegen den Hexenwahn, Friedrich Spee. Am 25. Februar 1591 in Kaiserswerth geboren besuchte er mit zwölf Jahren ein Jesuiten-Gymnasium in Köln und erhielt mit 17 Jahren die Befähigung zum Philosophie-Studium an der Kölner Universität. 1610 trat er dem Jesuitenordern bei und leistete sein Noviziat in Trier, musste jedoch zwei Jahre später vor der Pest nach Fulda und anschließend nach Würzburg fliehen, wo er sein Philosophiestudium abschloss. 1619 begann er sein Studium der Theologie und wurde am 28. März 1623 im Mainzer Dom zum Priester geweiht. Anschließend lehrte er in Paderborn und Köln Philosophie und fiel dort seinen Vorgesetzten durch seine kritische Einstellung zu Missständen des Ordens auf, woraufhin er zur Gegenreformation und Rekatholisierung nach Peine versetzt wurde. Vermutlich war diese Tätigkeit der Grund für einen Mordanschlag auf ihn am 29. April 1629, bei dem er schwere Kopfverletzungen erlitt. Danach lehrte er bis zu seinem Tod Moraltheologie in Paderborn und in Trier. Spee starb am 7. August 1635, im Alter von 44 Jahren an der Pest, die er sich während des Dreißigjährigen Kriegs bei der Versorgung von Kriegsopfern zugezogen hatte. Sein Grab wurde erst 1980 unter der Trierer Jesuitenkirche entdeckt.
Bekannt wurde er mit seinem Werk „Cautio criminalis“, welches er anonym veröffentlichte, in dem er dem Unrecht der Hexenprozesse entgegentrat und sich gegen den damaligen Zeitgeist und die christlichen und weltlichen Mächte wandte. Als Verfasser wurde er jedoch erst 1697 bekannt gegeben. Dennoch wussten die Ordensoberen um seine Autorschaft, konnten dies aber nicht mit Sicherheit nachweisen, sodass Friedrich Spee zunächst ungeschoren blieb. Spee war der Auffassung, dass es keine Hexen gibt und meinte, dass die so genannten Hexen lediglich durch Zweifel an Gott und den Abfall vom Glauben Unheil anrichten können. Deshalb forderte er besonders die Priester dazu auf, solchen Frauen Hilfe und Trost zu spenden. Diese Gedanken waren damals lebensgefährlich.
Der nächste Artikel von Hatto Eiling beschäftigt sich mit den Erfahrungen und Erlebnissen von Hubert Berger als Opfer des Konzentrationslagers Dachau. Seinerzeit war er Kaplan an St. Marien in Rheydt, sowie Pfarrer in Otzenrath und Dechant des Dekanats Hochneukirch. Die weiteren Artikel beschäftigen sich mit den Gebietsänderungen, offenen Gärten und Wildkräutern am Niederrhein, sowie der Entdeckung der Glanzleuchteralge. Den Abschluss bilden das Autoren- und Inhaltsverzeichnis der Niederrheinhefte aus dem Jahr 2009, sowie Berichte aus den Ortsvereinen sowie Wander- und Veranstaltungstipps.
Presseamt Krefeld, 67/2010, 01234,8 am 09. April 2010
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